Erstmals hat sich unser Verein am Tag der Sachsen beteiligt. Das größte

Volksfest im Freistaat ging in diesem Jahr Anfang September in Löbau über

die Bühne. Vor allem Vereinschef Heinz-Werner Lehmann hatte alle Hände voll

mit dem Auf- und Abbau zu tun. Schon am Freitag angereist, baute er in

strömendem Regen und bei nur zwölf Grad unseren neu erworbenen Messestand

auf. Ihm zur Seite stand lediglich eine von Vereinsmitglied Christa

Schudeja aus Bischofswerda vermittelte Unterstützung. Nicht nur das Wetter

spielte den beiden übel mit, auch der Untergrund: Heringe in blanken

Asphalt zu stecken, funktioniert nur schwerlich. Da musste schon die

Bohrmaschine her. Den Umständen entsprechend gab es am Freitag auch kaum

Laufkundschaft.

Das sollte sich am Sonnabend ändern. Ulrich Wolf (Vorstandsmitglied) mit

Tochter Sinah (9) standen Heinz-Werner ab halb neun am Vormittag zur Seite.

Das Wetter besserte sich, unsere Flyer fanden reißenden Absatz. An die 500

Stück haben wir auf gezielte Ansprache und nur bei echt gespiegeltem

Interesse verteilt. Die neuen Aufnäher und Buttons zum anheften des

Sächsischen Jakobsweges wurden vorgestellt unf fanden Interesse. Leider

konnten wir nur sechs unserer Pilgerführer verkaufen. Zwar hatten wir Glück

mit dem Standplatz direkt auf der Kirchenmeile an der Nikolai-Kirche;

allerdings war die Masse des Publikums - nach Veranstalterangaben rund

200.000 Menschen – wenig bereit, Zeit und Kraft in den Jakobsweg zu

investieren. "Das ist mir zu anstrengend", war die häufigste Antwort. Dann

zog man weiter mit einem kräftigen Biss in die Bratwurst ....

Eine Entscheidung, ob wir 2018 einen weiteren Versuch zum Tag der Sachsen

in Torgau starten werden, ist noch nicht gefallen. Der Vorstand wird das

auswerten.

Eines aber steht jetzt schon fest: Weitere Helfer vom Verein und von den

Wegbereitern wären dann schon noch nötig.

Ulrich Wolf