Liebe Mitglieder,

in diesem Jahr war es so weit: Nach vier Jahren Vorbereitungszeit konnten wir am ersten Juni-Wochenende in Freiberg unseren Sächsischen Jakobsweg und den Jakobsweg Vogtland offiziell eröffnen. Mit einem verregneten, dennoch aber tollen Fest. Ich möchte darauf gar nicht weiter eingehen, fast alle von uns waren dabei. Die Hauptsache war: Wir haben uns finanziell nicht überhoben und sind nicht pleite gegangen. Wir haben sogar eine kleine schwarze Null erwirtschaftet. Der Vorstand dankt an diesen Steller noch einmal recht herzlich allen Helfern und auch Spendern, die teilweise chaotischen Stunden im Dauerregen überstanden zu haben. Blicken wir nun das, was sonst noch geschehen ist:

Seit der vergangenen Mitgliederversammlung hat sich der Vorstand inklusive der Festveranstaltung in Freiberg viermal getroffen. Trotz der weit auseinanderliegenden Wohnorte standen wir darüber hinaus via E-Mail in regem Kontakt miteinander. Der Verein hat sich durch Vorstände sowie Mitglieder erneut offensiv präsentiert: beispielsweise auf dem Fachtag „Kirche und Tourismus“ oder auf dem Jakobustag in Chemnitz. Mit Dresden wurde im April die letzte Markierungslücke geschlossen. Die Muschel fehlt nur noch in einem Waldgebiet hinter Neuwürschnitz, das einer Privatperson gehört, die bislang auf unsere Anfragen nicht reagiert. Dort soll eine Infotafel entstehen, die wir mitfinanzieren. Aus eigenen Mitteln hat bereits die Kommune Halsbrücke eine Wegtafel finananziert. Zahlreiche neue Stempelstellen sind entstanden, teilweise mit beachtlichem Aufwand wie in Ullersdorf. Die Abschnitt Lengenfeld-Irfersgrün sowie Dreiländereck-Hof wurden offiziell eingeweiht. Unsere Pilger sind international geworden: von 50 Belgiern über einen Schotten bis hin zu einer Estin. Auch Italiener und Polen wurden gesichtet. Wir waren nominiert für den „Deutschen Engagementpreis“.

Übernachtungsmöglichkeiten sind einige hinzugekommen wie ein Privatquartier in Bischofswerda, das Pilgerzimmer im Diakonissenhaus in Dresden, ein Quartier in der Kirchgemeinde Medingen oder die Pilgerhütte in Irfersgrün. Allerdings mussten wir auch drei Abgänge verzeichnen, weil man dem Ansturm nicht gewachsen war. Das betraf die Kath. Kirchgemeinde in Bischofswerda, die kath. Filialkirche in Lengenfeld sowie die evangelische Kirchgemeinde in Hirschfeld. Leider konnten wir hier in Stollberg noch keine feste Übernachtungsmöglichkeit etablieren. Insgesamt haben wir bislang zwölf Unterkünfte mit dem Siegel „Pilgerfreundlicher Betrieb“ ausgezeichnet. Stand heute Morgen sind 1.570 unserer Pilgerführer verkauft worden. 225 Pilgerpässe wurden verkauft, hinzu kommen 60 verkaufte Pässe bei zwei Aktionen in Dresden. Daraus könnte man ableiten, dass zwischen 200 und 1.000 Pilger in diesem Jahr unseren Weg gegangen sind. Unser Internet-Auftritt www.saechsischer-jakobsweg.de wird regelmäßig aktualisiert. Der Button „Weg und Unterkünfte“, der auf ein mehr als nur oberflächliches Interesse an unserem Internetauftritt schließen lässt, wurde bislang 33.200-mal angeklickt. Die höchste Klickrate der einzelnen Abschnitte unseres Weges hatte der Abschnitt Ullersdorf-Grumbach (9900), dann folgten die Abschnitte Bautzen-Bischofswerda, Kleinschirma-Klaffenbach, Jakobsweg Vogtland, Grumbach-Kleinschirma, Bischofswerda-Ullersdorf, Klaffenbach-Stollberg, Stollberg-Zwickau und Königsbrück-Grumbach (3400). Hinzu müsste man noch die Klicks der Internetauftritte „Jakobsweg Vogtland“ sowie die der Chemnitzer Pilgerfreunde zählen. In diesem Jahr hatten wir 16.919 Zugriffe, also gut die Hälfte der bislang gesamten Klicks. Mit fast 3.100 Klicks war der Mai der besucherstärkste Monat. Durchschnittlich 4:09 Minuten blieben die User auf unseren Seiten. 95 % der Besucher stammen aus Deutschland, gefolgt von denen aus der Schweiz (158), Österreich (133), Polen (113), Belgien (92), USA (47), Niederlande (44), England (26) und Spanien (19). Die Top-Ten der Städte sind Dresden (29 %), Chemnitz (15 %), Leipzig (7 %), Berlin (5 %), Bautzen, Plauen und Zwickau mit je 2 % sowie Freiberg und Hamburg mit je 1,5 %. Neuerdings sind wir dank Günter Müller auch auf Facebook. Der Verein war im vergangenen Jahr Gegenstand der Berichterstattung. Soweit wir das feststellen konnten, betraf dies 53 Presseartikel, fünf Radiobeiträge und sechs Fernsehbeiträge, davon zwei im MDR. Die Mitgliederzahl des Vereins hat sich weiter von zuletzt 37 auf 40 Mitglieder erhöht. ... Soweit der Bericht des Vorstands. Ich danke für die Aufmerksamkeit.