Liebe Mitglieder,

das Jahr 2015 war für unseren Weg relativ ereignisarm. Allerdings haben wir das zweite Jahrestreffen der Freunde des Sächsischen Jakobswegs gestemmt. 24 Personen besuchten Oelsnitz im Vogtland, das am Tag unseres Treffens Stadtfest feierte. Wir besichtigten die Burg Voigtsberg, liefen ein Stück Jakobsweg, wurden vom Oberbürgermeister empfangen, besuchten das Stadtfest inklusive eines Bühnenauftritts zur Vorstellung unseres Weges und ließen den Tag bei Kaffee und Kuchen im Pfarrsaal der Katharinenkirche ausklingen.

Seit der vergangenen Mitgliederversammlung hat sich der Vorstand dreimal getroffen. Die Krankheitsmisere hat weiter angehalten. Dankenswerterweise hat Kirsten von der Heiden als satzungsgemäß eingesetzter Notvorstand im zurückliegenden Jahr das Amt der Schatzmeisterin übernommen. Allerdings hat die Übergabe gedauert, bis alle Bankformalitäten und -umstellungen erledigt waren. Das Durcheinander um die Einzüge der Jahresbeiträge bitte ich daher zu entschuldigen. Aufgrund diverser Krankheiten war der Vorstand nur eingeschränkt tätig. Wir hoffen allerdings, dass mit den heutigen Neuwahlen die Arbeitsfähigkeit wieder voll hergestellt wird. Das schlimmste Szenario, die Auflösung des Vereins, ist vorerst vom Tisch. Das haben wir unter anderen drei neuen Mitgliedern aus Chemnitz zu verdanken.

Bis auf ganz wenige Abschnitte befindet sich unser Weg markierungstechnisch in gutem Zustand. Von Freiberg bis fast Stollberg erfährt die Route eine intensive Pflege durch mehrere neu gewonnene Wegbereiter. Wir verfügen derzeit inklusive der Variante über 86 Unterkünfte. Teilweise ist die Nutzung eingeschränkt wie etwa im Natur- und Umweltzentrum in Oberlauterbach, wo Flüchtlinge untergebracht wurden. Drei neue private Familien haben sich bereit erklärt, Pilger aufzunehmen. Abgänge haben wir keine zu verzeichnen. Keinen Schritt weitergekommen sind wir allerdings beim Thema offene Kirchen. Drei neue Stempelstellen sind hinzugekommen, so dass wir jetzt 27 haben.

Weiterhin erfreulich festzustellen ist, wie gut der Weg angenommen wird. Die erste Auflage unseres Pilgerführer von gut 4.000 Stück ist nahezu ausverkauft. Der neue Vorstand wird entscheiden müssen, ob es zu einer zweiten Auflage kommt. Von April bis Ende Oktober gingen nahezu täglich Einzahlungen für die Pilgerausweise auf unser Vereinskonto ein, teilweise verbunden mit Spenden. Wir haben in diesem Jahr rund 600 Ausweise verkauft. Unser neuer Internetauftritt ist gefragt. Den alten hatten bereits rund 50.000 Menschen genutzt, nun sind innerhalb nur eines Jahres weitere fast 30.000 hinzugekommen. Das größte Interesse stammt nach wie vor aus den Städten Dresden, Chemnitz, Leipzig und Berlin. Die am meisten geklickten Menübeiträge sind: Unterkünfte sowie Pilgerführer und Pilgerausweis. Mit inzwischen 46 Mitgliedern ist unsere Facebook-Gruppe „Sächsischer Jakobsweg“ ausbaufähig.

In der Medienöffentlichkeit waren wir so lala vertreten. Registriert haben wir 35 Zeitungsartikel, vor allem in der Freien Presse. Abzuwarten bleibt, wie sich die Pilgerrouten in Südwestsachsen ab Zwickau entwickeln werden, denn am vergangenen Wochenende ist nun auch die Via Imperii von Leipzig über Zwickau und Plauen nach Hof offiziell eröffnet worden.

Wir haben drei neue Mitglieder: Karla Minkos, Siegfried Bayer und Heinz-Werner Lehmann aus Chemnitz. Ulrich Riedel aus Theuma, heute zu Gast, hat seine Mitgliedschaft angekündigt. Mit Reinhold Riethmüller aus Dresden ist eines unserer Mitglieder verstorben, Lutz Rönisch aus Bischofswerda ist aus dem Verein ausgetreten. Damit kommen wir nun auf 45 Mitglieder.

Dresden, 15.12.2015

Ulrich Wolf